Peter Sennhauser, *1966

Peter Sennhauser

Ich bin seit knapp 30 Jahren Journalist. Darunter verstand man lange Zeit jemanden, der  nach Neuigkeiten sucht, bemüht ist, sie zu verstehen und sie auf anschauliche Weise weiterzugeben.

Die Anforderungen an meinen Beruf begannen sich zu ändern, noch bevor ich ihn ergriffen hatte. Schon die Vision von Vannevar Bush, der von den US-Wissenschaftern nach dem 2. Weltkrieg die Schaffung eines globalen Wissensnetzwerks verlangte, machte deutlich, wohin wir steuern. Und so sorgt die Informationstechnologie seit fünfzig Jahren für gewaltige Umbrüche.

Der Prozess ist ebenso schmerzhaft wie spannend – und alles in allem eine riesige Chance. Welche Tools in Zukunft wie benutzt werden und welche Kräfte spielen werden – das wird jetzt alles neu definiert. Ich beteilige mich nach Kräften daran. Und weil heute jeder und jede ein Medium sein kann – und bis zu einem gewissen Grad auch sein soll – kann ich mit meinen Erfahrungen vielleicht an so mancher Stelle helfen.

In einem klassischen Massenmedium war ich zuletzt als Mitglied der Tagesleitung im Newsroom der «Neuen Zürcher Zeitung» , wo ich zugleich publizistischer Produktverantwortlicher für «nzz.ch» war.

Zuvor habe ich als Redaktor des Schweizer Hybrid-Mediums «TagesWoche» an neuen Formen des Tages- und Wochenjournalismus herumgetüftelt; von 2007 bis 2011 habe ich  als  Chefredaktor der Zürcher «Blogwerk AG» von San Francisco aus eine ganze Reihe von neuen Publikationen im Internet mit rund 50 Autoren geleitet. Ins Silicon Valley hatte ich mich 2004 als freier technologie-Korrespondent  für diverse Schweizer Medien aufgemacht.

Das «alte Handwerkszeug» habe ich mir als Schweizer Polit- und Technologiejournalist (Bundeshausredaktor der Berner Tageszeitung «Der Bund», Ressortleiter IT der grössten Wirtschaftszeitung der Schweiz, «Cash») angeeignet.

Ich hatte mir die Sporen für diese Jobs unmittelbar nach der Matur 1987 als Lokalredaktor für Zeitungen in der Region Basel undmit dem zweijährigen Diplomlehrgang Journalismus am Medienausbildungszentrum MAZ in Luzern abverdient. Ein dreijähriger Abstecher an die Uni Basel, wo ich Geschichte und Russisch studierte, fand ein vorzeitiges Ende mit dem Jobangebot als Bundeshausredaktor in Bern.