Futter für 3D-Printer aus Fotos

Eine Software isoliert dank  drei Mausklicks in einem Foto ein Objekt und berechnet seine räumlichen Daten: Ein Meilenstein auf dem Weg zur 3D-Printer-Revolution.

3sweep in aktionWenn unten stehendes Video keine Fälschung ist, sondern die Resultate der Software namens 3-Sweep zeigt, dann rückt die nächste Industrielle Revolution ein gutes Stück näher. Denn dass 3D-Druck oder «Additive manufacturing» eine industrielle Revolution bedeutet, daran ist eigentlich nicht zu zweifeln; die Frage ist mehr, wann und wie stark sie losbricht. Und diese Frage hängt daran, wie einfach es für Menschen wie Dich und mich werden wird, dreidimensionale Objekte zu zeichnen, zu verändern oder überhaupt mit den Dateien umzugehen.

Neben den Qualitätsproblemen der aktuellen «Desktop-3D-Drucker» ist dies die weitaus grössere Hürde für das Verfahren, das die vollständige Individualisierung der Massenproduktion vom Oxymoron zur Realität werden liesse und die Fernkopie von Gegenständen ermöglichte. Die Bedienung der „einfachsten“ 3D-Software ist heute schon mit stunden- oder tagelanger Einarbeitungszeit verbunden. Handscanner, mit denen Gegenstände im Computer als Objektdaten und nicht als reine Bilder erfasst werden können, sind entweder sehr ungenau oder ungeheuer teuer.

3dSweep funktioniert gemäss den Forschungspapieren der Entwickler von der Efi Arazi School of Computer Science in Israel als Kombination einer «Durchpaus»-Vorlage, in welcher der Benutzer die wichtigsten Punkte der drei Dimensionen markiert. Die Software benutzt daraufhin Kontrastunterschiede an den Kanten des Objekts, um es innerhalb des dreidimensionalen Raums zu erfassen. In Echtzeit wird dann auch gleich die Textur aus dem Foto auf die Oberfläche des neu geschaffenen 3D-Objekts appliziert, und wenn man das Objekt innerhalb des Fotos verschiebt oder es löscht, wird der Hintergrund lückenlos gefüllt.

Diese Bildbearbeitungsfunktionen mögen für Spiele-Entwickler relevant sein, ich halte diese Software deshalb für einen Durchbruch, weil sie eine Art virtuellen 3D-Scanners darstellt, der so einfach zu bedienen ist, dass Du und ich binnen Minuten relativ komplexe Objekte aus Bildenr in 3D-Objekte verwandeln könnten. Und das wiederum macht die Anschaffung eines 3D-Druckers wieder sehr viel interessanter als die blosse Aussicht, die drögen Objekte aus dem Thingiverse drucken zu müssen.

Gefunden auf 3D Printing Industry

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