Dritte Woche Bargeldlos

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Vor nicht ganz einem Jahr hat die Basellandschaftliche Kantonalbank mein «Vermögen» für nachrichtenlos erklärt und meine Konti gesperrt - weil die von ihr falsch adressierte Briefpost ständig retourniert worden war (auf die Idee, mich anzurufen, ist in Birsfelden niemand gekommen, und der Umstand, dass von den Konti regelmässig Geld auf meine US-Bank überwiesen wurde, ist den cleveren Bankenwächtern ebenfalls entgangen.

Vor drei Wochen hat die Post eine meiner monatlichen Zahlungen ausgeführt und mein Geld abgebucht, und bis heute wusste ich nicht, wo der Betrag verblieben ist. Vor fünf Minuten hat man mir mitgeteilt, dass das Geld, am 2. April abgebucht, am 4. April bei der Vermittlerbank Wells Fargo in San Francisco angekommen sei.

Warum die es angesichts einer detaillierten Adresse der Zielbank, meiner Adresse und meiner Kontonummer nicht weitergeleitet hat, kann mir niemand erklären; ein virtuelles Schulterzucken kriege ich auch als Antwort, wenn ich nachfrage, weshalb die von der Post nachgesandte Ergänzung seit dem 16. April noch keine Wirkung gezeigt hat.

Und schliesslich teilt man mir bei der Post mit, dass ich mit den Nutzungsbedinungen von Yellownet eine Erklärung unterschrieben habe, wonach ich die Haftung für derlei Pannen übernehme.

Das alles interessiert meine Vermieterin, meine hiesige Versicherungsgesellschaft und die Steuerbehörde nicht wirklich. Und, ganz ehrlich gesagt, mich eigentlich auch nicht. Ich werde wohl nächstens meinen Zahltag per Paypal interkontinental verschieben. Bei denen dauert eine Transaktion nämlich genau so lang, wie eine Email von A nach B braucht.

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