Jun
7
Klickt für mich!
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Hier sind ein paar Neuerungen.
Zunächst fällt sicher das Archiv-Menu am rechten Rand auf - ich habs dem Design meiner Site angepasst und ein bisschen verbessert. Ab sofort bleibt das Menu im richtigen Monat aufgeklappt, wenn Ihr einen spezifischen Beitrag anklickt. Dieser Beitrag wird zudem auf der nächsten Seite rot markiert angezeigt.
Eine weitere bequeme Neuerung sind die «Vorwärts»- (”>>”) und «Rückwärts»- (<<) Links oben neben dem Datum jedes Blogs - sie erlauben ein bequemes Blättern durch all meine Schreibseleien. Das ist besonders bequem für all jene, welche die Blogs über den Motorradtrip noch nicht gelesen haben und mich nächstens zu einem Bier treffen, folglich schleunigst so tun müssten, als ob sie alles gelesen hätten.
Ich gebe zu, das ist nicht das erste, was auffällt. Natürlich stechen die Google-Ads am linken Rand ins Auge - das sollen sie ja auch.
Zum einen, weil es urkomisch ist, wenn zu meinem Blogeintrag über Raubkopien Werbung für DVD-Brennsoftware eingeblendet wird. Und zum andern (seien wir ehrlich - das ist der Hauptgrund), weil ich Geld kriege, wann immer jemand einen der Links anklickt.
Weshalb ich hoffe, dass Ihr alle in Zukunft bei jedem Besuch meiner Seite auf mindestens eines der Inserate klickt! - Natürlich erst dann, wenn Ihr die Seite verlassen wollt.
Die dritte Neuerung schliesslich besteht im genauen Gegenteil und ist unsichtbar. Will heissen, ich habe bei Google auch ein Konto für Adwords eröffnet, damit ich meine eigene Werbung für meine wertvolle Mitarbeit als Freier Rechercheur etc schalten kann.
Das ganze ist eine Wissenschaft für sich: wie man die richtigen Suchbegriffe ersteigert, damit das Inserat nur jenen Leuten angezeigt wird, dies auch sehen wollen - in meinem Fall Redakteure und Auftraggeber, die auf der Suche nach einem zuverlässigen Freien Journalisten in San Francisco sind. Je mehr Suchbegriffe ich kaufe, und je mehr ich pro Suchbegriff für einen Klick «biete», desto öfter blendet Google mein Inserat ein - und desto mehr kostet mich der Spass. Irgendwie wirkt das Menu zur Feinabstimmung des Inserats wie der grüne Filz an einem Roulette-Rad. Mehr über meine Erfahrungen als Google-Werbetreibender demnächst an dieser Stelle.
Jun
6
Nachrichtenlose Vermögen
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Vielleicht erinnert sich noch jemand an meinen überfleissigen Pöstler? Der Mann, der sich offenbar noch immer täglich über Post aus Europa aufregt, bei welcher die Postleitzahl, Tststs!, VOR der Ortschaft “San Francisco” statt dahinter aufgeführt ist - eine Ungeheurlichkeit im Amerikanischen Postwesen.
Inzwischen ist der Mann offenbar dazu übergegangen, meine Post zurückzuschicken statt mir erboste Kommentare auf die Couverts zu kritzeln - und damit hat er mich zusammen mit meiner Basellandschaftlichen Kantonalbank grade ein paar hundert Dollar gekostet.
Die gesetzestreuen Baselbieter Bankleute nämlich haben, da sämtliche an mich adressierte Post zurückgekommen ist aus Übersee, mein Konto für nachrichtenlos erklärt. Zwar haben ständig Bewegungen per Telebanking stattgefunden, aber die kamen der Kantonalbank zunehmend spanisch vor, und letzte Woche dann hat man einen meiner eigenen “Express”-Überweisungsauftrag an meine US-Bank gelöscht - aus Sicherheitsgründen. Das sei wohl weniger problematisch, als einen Auftrag an einen Dritten zu löschen, meint jetzt der Kundendienst der Bank. Ich finde das reichlich abstrus - ein Hacker würde ja wohl kaum, nachdem er Zugriff auf meine Konti erlangt hat, Geld an mich überweisen…
Ich habe jedenfalls meiner Bank mit Telefonnummer, Fax, Handy und E-Mail klargemacht, dass meine Konti alles andere als nachrichtenlos sind. Und jetzt frage ich mich eigentlich nur, an wen ich die exorbitante Rechnung der elsterhaft diebischen Bank of America für mein überzogenes US-Konto schicken soll…
Jun
6
Nettes Menu, nicht?
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Darauf bin ich nun wirklich stolz. Ja genau, auf das nette grünliche Menu rechts unten, das Blogarchiv - monatelang waren die alten Einträge nur sehr schwer wieder aufzufinden, und all meine Hackerein im Code, der das Verzeichnis generieren sollte, führten zu noch mehr Verwirrung und kaum nachvollziehbaren Resultaten.
Deshalb habe ich jetzt das ganze Zeug vollkommen neu geschrieben und zugleich ein nettes Javascript für das Aufklapp-Menu geklaut (das sind einige wenige Codezeilen auf dieser Site, die ich nicht selber verbrochen habe!)
jajajaja. Ich weiss ja, wenn man einen Eintrag aufruft, klappt rechts das Menu zu, statt offen zu bleiben und den angewählten Eintrag farblich hervorzuheben. Mach ich später - und hoffentlich, ohne das ganze Monsterskript wieder völlig durcheinanderzuwürfeln…
Jun
5
Internet-Video als Wahlhelfer
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Der eine hat die Unterstützung der beiden kalifornischen Senatorinnen Dianne Feinstein und Barbara Boxer - der andere hat die Unterstützung der Technik: Ebay-Cogründer Steve Westly versucht mit allen elektronischen Mitteln das Rennen gegen «Karrierepolitiker» Phil Angelides zu machen. Heute Dienstag entscheiden die Wahlberechtigten Kaliforniens, welcher der beiden Demokraten im Herbst gegen Arnold Schwarzenegger in die Wahlschlacht um den Posten des Gouverneurs ziehen darf.
Wer die Kampagnen des Finanzministers Angelides (griechischer Einwanderer in dritter Generation) und des Finanzkontrollers Westly (verheiratet mit einer chinesischen Einwandererin zweiter Generation) beobachtet, kriegt allerdings wenig Positives mit: Die beiden beschmieren sich seit Wochen mit giftigen Vorwürfen und Anklagen. Der ehemalige Lehrer Westly versucht dem Baununternehmer Angelides Umweltsünden anzulasten, Angelides versucht Westly als wirtschaftsnahen Klon von Schwarzenegger zu brandmarken. Beide haben dutzende von Millionen in ihre TV-Spot-Kampagnen geworfen, die jeweils nur die Nachteile des Gegners herausstreichen.
In den letzten zwei Tagen hat Angelides seine angesehenen Freundinnen, die beiden kalifornischen Senatorinnen Dianne Feinstein und Barbara Boxer, vor den Karren gespannt, die medienwirksam erklären, Westlys Anschuldigungen seien falsch. Der Ebay-Mitbegründer dagegen streicht seine Volksverbundenheit heraus und versucht mit einem verwackelten Video aus seinem Kampagnenbus, das im Internet platziert wurde, den technischen Innovator und Erfinder der Online-Auktion zu markieren.
Nicht unbedingt eine gute Idee. Hierzulande lachen sich noch immer alle schief ob Al Gores (angeblicher) Behauptung, er habe das Internet erfunden.
Jun
5
Zwei Räder zu wenig
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Ich werde nicht völlig schräg angeguckt, wenn ich hier mit dem Velo zu Terminen fahre - in San Francisco tut das auch eine Handvoll anderer Spinner.
Hier sieht man bisweilen gar den einen oder andern zur Arbeit pedalen (was angesichts der unsicheren Automobilisten ein ziemliches Risiko darstellt); vor allem aber sieht man sie am Wochenende im autofreien Golden Gate Park rumstrampeln.
Das allerdings ist nicht zu verwechseln mit dem Gebrauch des Velos in Europa. Hier ist der Drahtesel ein Freizeitvergnügen, das offenbar mit Hängegleiten und Motorradfahren in einer Risikoklasse gesehen wird.
Ich hab das vor einer Woche auf einem Bike-Ausflug mit Bekannten festgestellt, die aus dem Land der Fahrradmassen stammen - aus China. Und obwohl ich schon Küstenbewohner getroffen habe, die nicht schwimmen können, zwei dreissigjährige Frauen, die auf einem Velo kaum gradeaus fahren, geschweige denn schalten können, das hab ich noch nicht erlebt. Ist im Land des Autoführerscheins ab 16 und der Automatikgetriebe aber ganz normal.
Jedenfalls habe ich schnell kapiert, dass der Ausflug von der 8. Avenue durch den Park an den Pazifik hinunter nicht die 20 Minuten dauern wird, von denen ich ausgegangen bin - sowie ich Shirley auf dem Mietvelo gesehen habe. Drei Querstrassen in unser Zweiradabenteuer hinein gelangten wir auf den für den Autoverkehr freigegebenen Teil des Park-Drives, mussten in Einerkolonne weiterfahren und an parkierten Autos entlangschrammen - dachte ich. Das ging nicht lange so, dann hörten wir an der Spitze des Saubannerzügleins hinter uns ein verhaltenes «Uh-oohhh!» - Boing! - Beep!-beep!-beep!-beep!…
Shirley hatte ein parkiertes Auto angefahren, mit dem (zum Glück behelmten) Kopf eine Delle ins Heck gehauen und zwei Tage lang die grösste Unterlippe, die ich in langer Zeit gesehen habe.
Ein typischer Freizeitunfall.