Nun ist die Streitfrage geklärt, welche Rechner schneller sind, die Wintels oder die Macs.
Es sind die Mactels.
Apples neue Mac-Computer mit den Intel-Dualcore Prozessoren sind 2 bis 5 mal schneller als die alten Mac-Modelle.
Für einmal hat Steve Jobs in seiner Eröffnungsrede für die wichtigste Apple-Messe, die MacWorld in San Francisco, kein einziges neu designtes Gerät vorgestellt (von einem äusserlich wenig von den alten Modellen abweichenden Notebook abgesehen).
Denn die aktuellen Neuerungen bei Apple haben es buchstäblich in sich: Kaum ein halbes Jahr nach der Ankündigung hat Apple bereits die Umstellung auf die Intel-Prozessoren vollzogen. Als erste Modelle mit den neuen Prozessoren sind zwei Versionen des iMac-Desktop verfügbar (ab heute, für rund 1300 resp. 1700 $) und besagtes Power-, äxgüsi: das heisst jetzt neu: MacBook ab rund 2000$, verfügbar ab Frühling.
Die gesamte Apple-Software, verkündete Jobs stolz, ist ebenfalls ab sofort für den Intel-Prozessor verfügbar. Die schnelle Portierung dürfte darauf zurückzuführen sein, dass MacOS X nicht mehr eine reine Apple-Entwicklung ist, sondern auf dem Unix-Derivat Minix basiert, einer Schwester von Linux, die bereits für diverse Plattformen verfügbar war.
Software von Drittanbietern wie Micorosft oder Adobe (Photoshop) läuft vorerst auf den Intel-Macs noch in einer Emulationsumgebung namens Rosetta.
Jobs hatte zwar die Keynote mit einer Marktübersicht betreffend die iPods begonnen – mit 14,5 Millionen verkauften Geräten hat die Weihnachtssaison 2005 alle bisherigen Quartale in den Schatten gestellt – besann sich dann aber eines besseren: «14,5 Millionen iPods… ahm. Aber dies hier ist die MacWorld. Also lasst uns über Computer reden!»
Danach stellte er zunächst die Neuerungen in den Anwendersuiten iLife und iWork vor, wobei eine Webseiten-Designapplikation namens iWeb im Vordergrund stand, die «Webseiten mit Design von Apple» kreiert, sprich viele Vorlagen liefert und auf Knopfdruck den Upload auf die .Mac-Hostingsplattform erledigt. Nicht klar ist derzeit, ob iWeb auch für eigene Hostingserver angewendet weren kann.
Aber im Zentrum der gesamten Keynote stand der Übergang zu den Intel-Macs, und als Gast begrüsste Steve Jobs denn auch Intel-CEO Paul Otellini (im Bild rechts) auf der Bühne. Wie eine überdiemensionierte Hostie überreichte Otellini Jobs einen Layer Intel-Chips.
Gleich zweimal führte Jobs zum Abschluss den TV-Spot für die neuen Macs vor. Die Botschaft: Jahrzentelang haben die tollen Intel-Prozessoren ein Leben in lahmen, langweiligen Windows-PCs verbracht. Jetzt werden sie befreit und können in Macs grossartige Dinge vollbringen…