Jan
30
Blockierte Hymne gegen iTunes
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Natürlich lassen sich iTunes-Songs auf CD-brennen und dann als unverschlüsselte und somit auf allen Geräten abspielbare MP3-dateien erneut rippen. Aber erstens ist das eine mühsame Angelegenheit und zweites leidet die ohnehin nicht grade grossartige Qualität der Songs drunter - dieses Stück von Fastball war das erste, was ich auf iTunes gekauft habe, und die Bläsersequenzen sind kaum zum Anhören!
Einige unerschrockene Programmierer arbeiten deshalb daran, die Kopierschutzinformationen direkt aus den iTunes-Dateien zu entfernen. Bisher hat das Programm JHymn das sogar elegant erledigt (wie legal die Anwendung der Software ist, mag von land zu Land verschieden sein), aber Apple hat mit der Version 6 der iTunes-Software einen neuen Code eingeführt, den die Hacker bisher nicht analysiert haben. Jetzt versuchene ein paar Musiksüchtige, den Kopf hinter der Software mit Geldspenden dazu zu bringen, den neuen Code zu knacken.
Na denn, viel Glück. Wir warten darauf, unsere Rechte ausüben zu können. Vor allem, nachdem feststeht, dass wir in der Schweiz inskünftig schon beim Kauf eines MP3-Players Copyrightgebühren entrichten müssen.
Jan
21
Öffentlichkeit, das grosse Ungeheuer
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Die Idee ist nicht neu, aber sie verschafft immer mal wieder Aufmerksamkeit: Menschen, die sich selber im Internet versteigern - hier der Fall eines jungen Mannes aus San Diego, der eine Anstellung als Ingenieur sucht.
Wirklich spannend daran ist nicht der ziemlich ungelenke Versuch, Kreativität zu vermitteln und im Rampenlicht der Öffentlichkeit zu erscheinen, sondern die Auswirkungen, die das haben kann.
Auf der Diskussionswebsite digg.com nämlich hat der Junge nicht nur einen Rattenschwanz von Kommentaren wegen seiner ziemlich unprofessionellen Bewerbungsunterlagen gekriegt. Vielmehr haben einige Neugierige Internetsurfer angefangen, in seiner Geschichte zu graben, beispielsweise der Auflistung von Gegenständen, die er kürzlich auf Ebay er- oder versteigert hat.
Dort taucht nicht nur ein Verlobungsring für mehrere tausend Dollar auf, es finden sich auch Hinweise auf einen möglichen Betrug mit Geschenkgutscheinen, den er bei einem früheren Arbeitgeber abgezogen haben könnte - was die rührige Internet- Gemeinschaft natürlich in allen Details diskutiert bis hin zur Anleitung, wie der Trick funktioniert haben könnte. Schliesslich haben sich auch zwei angebliche ehemaligen Komilitonen zu Wort gemeldet die behaupten, der Mann sei an der Uni San Diego als notorischer Betrüger bekannt gewesen und mehrmals verwarnt worden.
Das ganze ist entweder ein grossartig eingefädelter Gag oder aber eines von vielen Beispielen dafür, dass Menschen selbst im Zeitalter des Internet noch nicht kapiert haben, dass die Öffentliche Aufmerksamkeit sehr schnell zum reissenden Ungeheur werden kann.
Was in Fällen wie diesem einfacher Naivität angelastet werden muss, scheint mir für all die bedauernswerten Kreaturen, die sich in Reality-TV-Shows und speziell den voyeuristen-Sendungen wie “Jerry Springer” oder “Cheaters” wiederfinden, das Resultat verachtenswerter Skrupel- und Verantwortungslosigkeit der Profis im Showbiz.
In einer schnellen Webrecherche habe ich zum Thema interessanterweise keine einzige Studie gefunden. Massenhaft hingegen sind Abhandlungen über die journalistische Verantwortung darüber zu finden, die Kraftausdrücke der blossgestellten oder vor Wut besinnungslosen Studiogäste effizient auszublenden…
Jan
18
Gutes, altes Text-Adventure
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Wer erinnert sich nicht an die ersten Computerspiele, die nur aus Text bestanden? Auf eine Situationsbeschreibung musste man einen Befehl eingeben und erhielt meistens dumme Antworten (ok Kids, geht weiter Doom ballern…)
Der Blogger Defective Yeti hat eine Neuauflage des Games Zork verfasst. Zum Schenkelklopfen traurig!
Jan
17
Quasseln mit Google über Grenzen hinweg
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Instant Messaging (IM), die online-Version von SMS, und die Internet-Telefonie (Voice over IP) leben derzeit im Internet in einer hässlichen “Rassentrennung”: Wer ein Konto beim Microsoft Messenger hat, kann nicht mit Apples iChat-Kunden quasseln, und sieht auch nicht, ob seine Freunde mit dem Yahoo-Messenger oder GoogleTalk online sind; Skype telefoniert nur mit Skype-Benutzern (oder, gegen Gebühren, mit Festnetz-Telefonanschlüssen) und Videokonferenzen funktionieren ohnehin nur zwischen zwei Konti des gleichen Anbieters.
Aber einmal mehr ruhen die Hoffnungen der geplagten Anwender auf Google (ich habe permanent ein Skype-, ein Messenger- und ein Google- Talk- Konto in Betrieb; Yahoo, ICQ und ein paar andere habe ich abgeschossen…). Der Suchmaschinengigant hat schon mit seinem kostenlosen Mailangebot für Aufruhr gesorgt. Jetzt wollen die Geeks aus Mountain View offenbar den Kunden-Rückstand ihres (übrigns was Sprachqualität angeht unübertroffenen) GoogleTalk-Instant-Messaging Dienstes beseitigen. Google hat angekündigt, seine Systeme, die auf einem Standard-Protokoll beruhen, für alle andern Dienste zu öffnen. Bisher haben die Anbieter von IM-Diensten jeweils das genaue Gegenteil gemacht.
Jan
17
Europas Suchmaschine sucht eine Domain
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Die Blogosphere in den USA amüsiert sich königlich. Europa will, angeführt von unbeugsamen Gallier Jacques Chirac, eine eigene Suchmaschine aufbauen. Es gehe darum, die Übermacht der US-Internet-Giganten Google und Yahoo! zu brechen, soll Chirac erst kürzlich gesagt haben (und sehr zum Ärger von Bill Gates dessen MSN ausgelassen haben). Jetzt ist bekanntgeworden, dass neben der französischen Thomson die Deutsche Bertelsman in der Führungscrew von Google-Killer “Quaero” engagiert ist. das Projekt soll von Frankreich und Deutschland mit je 150 Mio Euro gestartet werden.
Einziges Problem soweit: Die Domain “Quaero.com” ist im Besitz einer Firma in North Carolina, USA.
Jan
17
Big Brother iTunes
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Apple hört mit: Die neue Version von iTunes, Apples Musikverkaufs- und Abspielsoftware, telefoniert nach Hause. Neben andern hat das Apple-Spezialist und Autor Kirk McElhearn herausgefunden, und er ist gar nicht amüsiert.
«Nicht genug damit, dass iTunes 6.0.2 Spyware und Adware auf jeden Rechner pflanzt», schreibt er in seinem Blog - die neue iTunes-Version wirbt in einem kleinen Fenster für Musiktitel, die jenen ähneln, die grade gespielt werden, «jetzt hat sich auch herausgestellt, dass die durch iTunes an Apple übermitteln Musikdaten an die eindeutige Apple ID des Benutzers gekoppelt sind.»
Einfach ausgedrückt: Apple sammelt Daten über alle Musikfiles auf den Rechnern seiner Kunden - übrigens auch jener Songs, die nicht bei iTunes gekauft wurden, sondern beispielsweise ab CD gerippt oder von anderswo als MP3 kopiert wurden.
«Ich benutze Apple und bin ein Anhänger der Firma, aber das ist nun nicht grade, was man von Apple erwarten würde», sagt McElhearn, «würde sich Microsoft oder RealNetworks das gleiche leisten, die Leute würden aufschreien und verlangen, dass Köpfe rollen.»
In der Tat: Als Real Networks seinen Player vor einigen Jahren mit einer zurückverfolgbaren Nummer ausstattete und Daten der Benutzer zu sammeln begann, wurde die Firma verklagt und verzichtet in der Folge auf das «Feature», das den Kunden hätte diversen Mehrnutzen bringen sollen.
Im Mai 2005 hat der Kongress in den USA ein Gesetz verabschiedet, welches die Übertragung von Informationen ab einem PC ohne das Wissen des Benutzers unter Strafe stellt…
Jan
14
Ballmer-iPod
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Steve Ballmer ist der schwergewichtige CEO von Microsoft und bekannt dafür, immer mal wieder mit Energieschüben aufzufallen. Wir haben uns ja schon gekringelt, als das Originalvideo seines Auftritts vor MS-Mitarbeitern vor ein paar Jahren im Netz kursierte.
Aber jetzt hat ein Flash-Animator namens Macboy eine iPod-TV-Spot-Parodie draus gemacht, und wir kringeln uns gleich nochmals.
Jan
12
Vernetztes, ahem, Staubsuchen..
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Wer immer das erste Körnlein Sternenstaub findet, darf ihm einen Namen geben, verspricht Andrew Westphal vom Weltraum-Lab der Uni Berkeley. Kurz nachdem am Sonntag die Nasa-Sonde «Stardust» nach siebenjähriger Reise um die Sonne ihren Staubfänger auf Mutter Erde deponiert haben wird, sollen Freiwillige den Kometen-Dreck darin lokalisieren. Keine leichte Aufgabe, denn «Stardust» hat nur grade 45 Körner von Millionstel Metern Durchmesser eingefangen - und die sind im «Staubsack» nicht einfach zu finden.
In einem «Akt der Verzweiflung» bittet die Uni Berkeley deshalb um die Mithilfe aller PC-Besitzer, die sich auf der Website melden und Mikroskop-Aufnahmen der Gelmasse beziehen können; auf denen sollen sie - von blossem Auge - nach «Einschlägen» suchen, die etwa so aussehen wie die auf diesem Bild.
Die einzige Prämie besteht darin, dass der erste Finder, wie gesagt, «seinem» Staubkorn einen Namen geben darf, «der indes nicht obszön sein kann», wie Westphal betont.
Jan
12
Die Schweiz wahrgenommen
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Dem Sonntagsblick ist es zu verdanken, dass die Bay Area derzeit die Schweiz wahrnimmt. Grundsätzlich interessiert sich der SF Chronicle ohnehin nicht stark für Europa, und Switzerland findet noch weit weniger häufig den Weg ins Blatt als Deutschland oder Frankreich. Aber wenn der Schweizer Geheimdienst amerikanische Interna ausplaudert, dann werden plötzlich auch die Helvetier interessant.
Jan
10
Intel beschleunigt Macs ums 5fache
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Nun ist die Streitfrage geklärt, welche Rechner schneller sind, die Wintels oder die Macs.
Es sind die Mactels.
Apples neue Mac-Computer mit den Intel-Dualcore Prozessoren sind 2 bis 5 mal schneller als die alten Mac-Modelle.
Für einmal hat Steve Jobs in seiner Eröffnungsrede für die wichtigste Apple-Messe, die MacWorld in San Francisco, kein einziges neu designtes Gerät vorgestellt (von einem äusserlich wenig von den alten Modellen abweichenden Notebook abgesehen).
Denn die aktuellen Neuerungen bei Apple haben es buchstäblich in sich: Kaum ein halbes Jahr nach der Ankündigung hat Apple bereits die Umstellung auf die Intel-Prozessoren vollzogen. Als erste Modelle mit den neuen Prozessoren sind zwei Versionen des iMac-Desktop verfügbar (ab heute, für rund 1300 resp. 1700 $) und besagtes Power-, äxgüsi: das heisst jetzt neu: MacBook ab rund 2000$, verfügbar ab Frühling.
Die gesamte Apple-Software, verkündete Jobs stolz, ist ebenfalls ab sofort für den Intel-Prozessor verfügbar. Die schnelle Portierung dürfte darauf zurückzuführen sein, dass MacOS X nicht mehr eine reine Apple-Entwicklung ist, sondern auf dem Unix-Derivat Minix basiert, einer Schwester von Linux, die bereits für diverse Plattformen verfügbar war.
Software von Drittanbietern wie Micorosft oder Adobe (Photoshop) läuft vorerst auf den Intel-Macs noch in einer Emulationsumgebung namens Rosetta.
Jobs hatte zwar die Keynote mit einer Marktübersicht betreffend die iPods begonnen - mit 14,5 Millionen verkauften Geräten hat die Weihnachtssaison 2005 alle bisherigen Quartale in den Schatten gestellt - besann sich dann aber eines besseren: «14,5 Millionen iPods… ahm. Aber dies hier ist die MacWorld. Also lasst uns über Computer reden!»
Danach stellte er zunächst die Neuerungen in den Anwendersuiten iLife und iWork vor, wobei eine Webseiten-Designapplikation namens iWeb im Vordergrund stand, die «Webseiten mit Design von Apple» kreiert, sprich viele Vorlagen liefert und auf Knopfdruck den Upload auf die .Mac-Hostingsplattform erledigt. Nicht klar ist derzeit, ob iWeb auch für eigene Hostingserver angewendet weren kann.
Aber im Zentrum der gesamten Keynote stand der Übergang zu den Intel-Macs, und als Gast begrüsste Steve Jobs denn auch Intel-CEO Paul Otellini (im Bild rechts) auf der Bühne. Wie eine überdiemensionierte Hostie überreichte Otellini Jobs einen Layer Intel-Chips.
Gleich zweimal führte Jobs zum Abschluss den TV-Spot für die neuen Macs vor. Die Botschaft: Jahrzentelang haben die tollen Intel-Prozessoren ein Leben in lahmen, langweiligen Windows-PCs verbracht. Jetzt werden sie befreit und können in Macs grossartige Dinge vollbringen…