Es regnet

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333.jpg«Mann, das wird ein ungemütlicher Tag für Euch da draussen in der Bay Area!» - natürlich war dies der Tag, an dem ich endlich meine erste Runde Golf gebucht hatte. Und jetzt kündigte der Wetterkanal den ersten, völlig verfrühten und viel zu heftigen Herbststurm an. Ich rechnete mit einer wahren Sintflut.

Nun, es hat geregnet an jenem Tag. Zum zweiten Mal, seit ich in Kalifornien bin (am Sonntag zuvor hats den Strassenmarkt auf der Clement besprüht – ausser den Standbesitzern fanden das die meisten Leute lustig). Der Golfplatz war wunderbar leer, und kurz nach dem neunten Loch begann es wirklich zu giessen. Eine halbe Stunde später waren mein Zufallspartner Josh (der zweite Kunde auf dem Presidio Golf Course an diesem Mittwoch) und ich unterwegs für die zweiten neun. Gegen 15 Uhr war auch die Sonne wieder mit von der Partie.

Zu Hause, auf dem Wetterkanal, hatte sich der Inhalt, aber nicht der Ton geändert. «OK Folks, der gröbste Regen ist vorbei. Aber jetzt kommt der Wind. Wow, in San Francisco blästs ganz gehörig!».

Der Ton ist in etwa derselbe, ob es nun das Wetter, der Mangel an Grippe-Impfstoff oder der Benzinpreis ist: Amerika, gleich fällt dir der Himmel auf den Kopf. Oder zumindest fällt er dir auf den Kopf, wenn Du nicht Kandidat A wählst. Oder Produkt B kaufst.

Heute regnet es wieder. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass es ganz einfach regnet und dies nicht das Ende der Welt ist. Und damit das so bleibt, schalte ich auf keinen Fall den Wetterkanal ein.

Allerdings würde es mich nicht wundern, wenn Kandiat B auf CNN erklärte, ein Wahlsieg seines Kontrahenten A bedeute jahrelangen Dauerregen.

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